Schutzstelle "Wegweiser"

Das Angebot

Die Schutzstelle "Wegweiser" ist eine Clearing- und Inobhutnahmestelle für bis zu acht Kinder von 0 bis 14 Jahren. Die Kinder werden i.d.R. aufgrund einer akuten Krise in ihrer Herkunftsfamilie aufgenommen. Das können bspw. Konflikte sein, Entwicklungsverzögerungen, Defizite im Sozialverhalten oder auch Traumata.

Es handelt sich prinzipiell um ein kurzzeitpädagogisches Angebot, das die weitere Perspektive eines Kindes bzw. einer Familie klärt: Kann das Kind zurück zu seiner Familie? Unter welchen Bedingungen ist eine solche Rückführung möglich, d.h. was muss sich in der Familie ändern? Ist eine andere Wohn- oder Unterbringungsform für das Kind derzeit besser geeignet, bspw. eine Pflegefamilie oder eine Wohngruppe?

 

Die Dauer der Unterbringung ist grundlegend ausgerichtet auf neun Monate.

 

 

Der Clearingprozess

Die Arbeit in der Schutzstelle "Wegweiser" ist auf das Gesamtsystem ausgerichtet, in dem sich das Kind bewegt. Alle Beteiligten sollen zu der Erkenntnis geführt werden, dass das Kind nicht „schuld“ an der Krise der Familie ist, sondern vielmehr Symptomträger tiefer liegender Probleme. Im Rahmen des Clearingprozesses stehen die Erstellung einer professionellen (Familien-) Diagnose und darauf aufbauend die Klärung der Perspektive des Kindes im Mittelpunkt. Pädagogische, psychologische sowie beratende Interventionen, die auf eine Neuorientierung aller Familienmitglieder abzielen, erfolgen genauso durch die pädagogischen Mitarbeiter/-nnen der Schutzstelle "Wegweiser" wie auch durch den Familientherapeutischen Dienst.

 

Der Alltag

Die Schutzstelle "Wegweiser" nimmt durch ihre „wegweisende“, perspektivenklärende Funktion einerseits eine Sonderrolle auf dem Lebensweg der Kinder ein; andererseits wird großer Wert darauf gelegt, ihnen im Rahmen der Unterbringung und neben dem Clearing weiterhin Normalität zu vermitteln und altersgemäße pädagogische Ziele zu verfolgen. Dies können u.a. der Auf- und Ausbau von Beziehungs-, Konflikt-, Einsichts-, Entscheidungs-, Verantwortungs- und Kritikfähigkeit sein oder eine Heranführung an eine angemessene Selbstständigkeit.

Oftmals stammen die Kinder in der Schutzstelle "Wegweiser" aus Herkunftssystemen, die den Kindern nur bedingt altersgemäße Grenzen setzen und ihnen eine verlässliche Tagesstruktur anbieten konnten. Zudem benötigen die Kinder im zunächst fremden Kontext eine klare Orientierung. Daher legen die pädagogischen Mitarbeiter/-innen Wert auf eine klare, altersgemäße Strukturierung von Zeiten und Abläufen. Bei vielen Kindern müssen die Mitarbeiter/-innen von Grund auf beginnen, ihnen Regeln oder Strukturen nahe zu bringen und müssen sie immer wieder daran erinnern.

 

Nachbetreuung

Im Rahmen einer Rückführung bietet die Schutzstelle "Wegweiser" in Absprache mit dem Jugendamt eine Nachbetreuung der Familie an. Die Betreuer der Schutzstelle "Wegweiser" suchen dabei die wieder zusammengeführte Familie zuhause auf und unterstützen alle Familienmitglieder dabei, die während der Zeit der Fremdunterbringung erlernten neuen Verhaltensmuster im Familienalltag umzusetzen. Dadurch werden nicht nur die alten, konfliktbehafteten Verhaltensweisen vermieden, die zur Unterbringung des Kindes in der Schutzstelle "Wegweiser" geführt haben, sondern auch dauerhaft ein positiv behaftetes Familienleben stabilisiert.

 

Das Team

Das fachliche Spektrum des Teams der Schutzstelle "Wegweiser" ist so vielfältig wie die Kinder und Familien, mit denen es arbeitet: Yvonne Krull, Sozialpädagogin, leitet die Gruppe. Ihr Team besteht aus einer Sozialpädagoginnen mit laufender Zusatzausbildungen in Traumapädagogik, einer Heilerziehungspflegerin mit Zusatzausbildung in entwicklungspsychologischer Beratung und vier Erziehern, von denen einer eine Weiterbildung zum Jugendhilfepädagogen besucht; ein anderer bildet sich in Sozialpädagogischer Diagnostik weiter. Das Team wird von einer Hauswirtschafterin unterstützt, die auf eine ausgewogene Ernährung der Kinder achtet.

Das fachliche Spektrum des Teams der Schutzstelle "Wegweiser" ist so vielfältig wie die Kinder und Familien, mit denen es arbeitet: Yvonne Krull, Sozialpädagogin, leitet die Gruppe. Ihr Team besteht aus mehreren Sozialpädagoginnen mit (teils laufenden) Zusatzausbildungen in Traumapädagogik, Systemischer Beratung und Sozialpädagogischer Diagnostik, einer Heilerziehungspflegerin mit Zusatzausbildung in entwicklungspsychologischer Beratung und drei Erziehern, von denen einer eine Weiterbildung zum Jugendhilfepädagogen besucht besucht. Des Weiteren wird das Team von einer Hauswirtschafterin unterstützt, die auf eine ausgewogene Ernährung der Kinder achtet.

 

 

Flyer der Schutzstelle Wegweiser
Dieses Dokument enthält in kompakter Form die wichtigsten Informationen zu unserer Clearing- und Inobhutnahmestelle.
2018-05-17_Flyer Schutzstelle.pdf
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